WEINSTEIN & CO.

Kristalline Ausscheidungen werden als Weinstein bezeichnet. Solche Ausfällungen die als mehr oder weniger gut ausgebildete Kristalle anfallen, sind meist der klassische Weinstein.
Dieser ist das saure Salz der Weinsäure (Kaliumhydrogentartrat) welches sich in übersättigter Lösung im Most oder Wein natürlich befindet.
Der Grossteil des Weinsteins fällt im Most oder Jungweinstadium bereits aus. In der Flasche kann infolge Abkühlung oder längerer Lagerung sich dieser als Bodenkristalle oder am Korken bemerkbar machen.
  Eine weitere speziell bei reifen ex- traktreichen Rotweinen mögliche Ausfällung, sind Farb- Gerbstoffver- bindungen. Hierbei verbinden sich ursprünglich gelöste Gerbstoffe mit den Farbstoffen des Rotweines (Polymerisation) und fallen aus.

Der Bodensatz (Depot) wie auch der Weinstein sollte durch das Dekan- tieren des Weines entfernt werden. Er bringt jedoch für die Weinsensorik keine negativen Einflüsse und stellt höchstens einen kleinen optischen Makel dar.

TRINK- UND SERVIERTEMPERATUR

Die richtige Temperatur ist für die Entfaltung der Geschmacks- und Aromastoffe im Wein eine wichtige Voraussetzung. Werden Weine zu kühl serviert können sie ihren Geschmack nicht entfalten.
Zu warm servierte Weine hingegen werden vom verdunstenden Alkohol überlagert, die Weine verlieren ihre anregende Frische.
Junge, leichte Weißweine sollten zwischen 9 und 11°C serviert werden. Reife, kräftige Weißweine dagegen eher bei 11 bis 13°C.
Rosèwein und Weißherbst werden wie Weißweine am Besten bei 9 bis 13°C getrunken.
  Bei Rotweine liegt die empfohlene Trink und Serviertemperatur bei 14 bis 16°C. Reife, gehaltvolle Rotweine auch bei 17 bis 19°C. Gehaltvolle und sehr gerbstoffbetonte Rotweine hingegen entfalten sich erst richtig bei 20 bis 22°C.

Letztendlich sei jedem freigestellt, welch Trinktemperatur er bevorzugt. Je nach Gusto kann, durch kleine Probeverkostungen, jeder seine persönlich bevorzugte Trink- temperatur ermitteln.